Stiftung Freundeskreis für den Senegal

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Senegalreise 9. – 23. November 2015


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Zusammen mit Jakob Messer und Urs Grossenbacher besuchte ich (Jürg Vogel) den Senegal. Wir drei ehemaligen Arbeitskollegen, welche inzwischen alle pensioniert sind erlebten zwei eindrückliche und unvergessliche Wochen.
Mit dem umtriebigen und uns bestens vertrauten Koordinator Masse M'Baye absolvierten wir ein reichhaltiges Programm, welches uns nebst der Gegend um M'Bour und Kaolack auch in den tiefsten Süden, nach Kédougou führte. Die vielen mitgebrachten Hilfsgüter wurden in den verschiedenen Lepradörfern sowie im Blindenzentrum verteilt. Diverse Sitzungen mit den Dorfbewohnern unter der Leitung von Masse wurden durchgeführt. Das grosse Ziel ist, dass auch die ärmsten der Armen in eine „Mutuelle“ (Krankenkasse) eintreten können und so 80% der Arztkosten gedeckt sind. Der Staat unterstützt die Förderung der Mutuelles und so ist diese Grundversicherung mit ca. CHF 15 pro Person/Jahr doch sehr günstig. Für unsere Stiftung haben wir das Gesuch entgegengenommen, in den verschiedenen Dörfern die Mutuelles für total 280 Personen zu übernehmen. Wir sind überzeugt, dass dies eine gute Sache ist, können doch soviele der bisherigen kurzfristigen medizinischen Fälle abgedeckt werden und die ganzen Gesundheitskosten sollten unter dem Strich in Zukunft besser kalkulierbar sein.
Diverse Mikrokredite, die durch vorherige Gruppen angestossen wurden, haben wir besucht. Einige laufen bestens, bei anderen muss die Kontrolle noch verbessert werden. Wir konnten fast alle durch unsere Spenderunterstützten Patenkinder und Jugendlichen in Ausbildung treffen und sind überzeugt, dass viele von ihnen dank der Unterstützung eine grosse Chance für die Zukunft bekommen und so auch in der Lage sein sollten, später ihre Familien zu unterstützen. Jakob und Urs haben auch spontan je eine neue Patenschaft übernommen und das Schöne war natürlich, dass sie die in Zukunft durch sie Unterstützten persönlich kennenlernen konnten.
Das durch unsere Stiftung unterstützte „Projet agricole“funktioniert gut und gegen Ende Jahr können die zwei grossen Maisfelder geerntet und der Mais gewinnbring- end verkauft werden. In Zukunft sollte das Ganze selbsttragend sein und einen Beitrag an die jeweiligen Dorfgemeinschaften liefern können.
Die anfangs dieses Jahres gestartete Fischmehlproduktion ist in Betrieb und wir konnten uns selbst vor Ort versichern, wie gerade eine Grossproduktion von 15 Tonnen Fischmehl in Säcke abgefüllt und vom Käufer abgeholt wurden. Die Nachfrage scheint gross zu sein und Masse möchte die Produktion erhöhen. Dazu braucht es aber noch eine neue Ölpresse, welche diese Mengen verarbeiten kann. Die bisherige Presse hat leider die streng kontrollierten Auflagen nicht erfüllen können und muss deshalb wieder verkauft werden. Auch hier wird auf unsere Mithilfe gehofft.
Natürlich läuft nicht alles optimal, aber wir sind sicher, dass mit unseren Direkthilfen und den vielen uns gutgesinnten Spendern vielen Menschen im Senegal geholfen wird und dies ohne grossen bürokratischen Aufwand!

Weitere Berichte von vergangenen Senegalreisen finden sie hier:​

Senegalreise 14. - 28. März 2015
Senegalreise 27.12.2014 - 12.1.2015
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